MUMA Pyramide

Die MUMA-Pyramide

MUMA-Pyramide

 

Fair Trade:
Viele unserer Lebens- und Genussmittel, wie Kaffee, Tee, Schokolade, Reis, Bananen oder Kiwis kommen aus sogenannten Entwicklungsländern. Die Produktion für den Export ist dort Existenzgrundlage für viele Bauernfamilien. Leider sind die Bedingungen, unter denen diese Produkte produziert und gehandelt werden, nicht immer fair:

Bei uns übliche Sozial- und Umweltstandards werden meist nicht eingehalten. Die ProduzentInnen bekommen oft für ihre harte Arbeit nur einen Bruchteil des Kaufpreises, ein großer Teil landet bei Zwischenhändlern. Teilweise wird ausbeuterische Kinderarbeit oder Zwangsarbeit eingesetzt. Für den Anbau von Exportprodukten werden häufig wertvolle Ökosysteme (tropische Regenwälder) zerstört.
Fair gehandelte und mit einem Gütesiegel versehene Produkte werden nach folgenden sozialen und ökologischen Richtlinien hergestellt:

  • Garantierte Mindestpreise über dem Weltmarktniveau und langfristige Abnahmegarantien für ProduzentInnen.
  • Den Aufbau von Schulsystemen oder medizinischer Basisversorgung mit Prämien ermöglichen.
  • Kleinbäuerliche Strukturen erhalten.
  • Durch naturnahe Anbaumethoden Gewässer und Regenwälder schützen.
  • Bio-Anbau fördern; bereits 70 % der FAIRTRADE Produkte werden biologisch angebaut.
  • Kein Einsatz gentechnisch veränderter Substanzen.
  • Strenge und unabhängige Kontrolle der Ursprungsgarantie.

 

Fair Trade

 

Eines der bekanntesten Gütesiegel ist das internationale FAIRTRADE-Zeichen.
Inzwischen gibt es über 100 verschiedene Kaffeesorten mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel sowie über 40 verschiedene Teesorten. FAIRTRADE ist wirkungsvolle Entwicklungszusammenarbeit und verringert die weltweite Armut: International arbeitet FAIRTRADE bereits mit rund 630 zertifizierten Produzentenorganisationen zusammen.

Als erste bzw. unterste Stufe unserer Pyramide bedeutet dies, dass so gut wie jeder auf die einfachste Art und Weise auf diesen Standard achten kann. In vielen verschiednen Läden, Supermärkten usw. erhält man ein breites Angebot an Fair-Trade-Produkten wie z.B. Obst, Kaffee, Säfte, Schokolade, Obst, Reis, Getreide, Öle uvm.

 

aus Österreich:

Besser ist es natürlich, wenn man ausschließlich auf Produkte aus Österreich zurückgreift. Etwas schwieriger gestaltet sich hier aber sehr wohl die Suche nach Erkennungsmerkmalen um feststellen zu können, welche Lebensmittel auch wirklich in Österreich produziert bzw. gewachsen sind. Als Hilfestellung kann z.B. auf das AMA-Gütesiegel

geachtet werden, womit durch den Schriftzug wie auch durch die Landesfarben auf die nachvollziehbare Herkunft des Produktes verwiesen wird. Ausnahmen gibt es nur dann, wenn Inhaltstoffe nicht im Erzeugerland herstellbar sind und diese nicht mehr als 1/3 des Gesamtproduktes ausmachen (z.B. Bananen in Fruchtjoghurt).

 

nach Saison:
Da es bei uns aber bekanntlich nicht alle Sorten Gemüse und Obst das ganze Jahr lang geben kann, ist es nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen unumgänglich auf saisonale Lebensmittel zu setzten. Damit ist Gutes für Körper und Umwelt getan.

 

aus der Region:
Achtet man zusätzlich auf Produkte aus der Region, minimiert man nicht nur Transportwege und trägt damit zur CO2-Reduktion bei, sondern unterstützt nachhaltig die Landwirtschaft, unsere Nahversorger, unser Dorfleben und somit die damit verbundene Lebensqualität. Eingekauft werden kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad, man trifft sich, plaudert und setzt nicht zuletzt ein Zeichen für die Umwelt und unsere Gesundheit.

Die hohen heimischen Qualitätsstandards sorgen für beste Qualität der Produkte. So bleiben nicht nur Arbeitsplätze in der Region erhalten und die Wirtschaft vor Ort wird gestärkt, sondern auch regionale Spezialitäten und ländliche Traditionen werden weitergeführt und gestärkt. Der Einkauf beim Bäcker oder Bauern um’s Eck sichert die lokale Nahversorgung und reduziert den Verkehr.
Die regionale Herkunft ist für immer mehr KonsumentInnen ein wichtiges Merkmal beim Einkauf von Lebensmitteln. Einheitliche Kriterien bzw. Richtlinien für regionale Lebensmittel und somit eine klare Erkennbarkeit sind jedoch noch unzureichend vorhanden.
Beispielsweise sagt die Verarbeitung in einem regionalen Betrieb häufig noch nichts über die Herkunft der Rohstoffe aus. Ein regionales Lebensmittel, das in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht nachhaltig ist, zeichnet sich durch Einhaltung von überprüfbaren Herkunftskriterien und Erfüllen von Qualitätsstandards aus.
In diesem Sinne leisten regionale Lebensmittel einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, zur Verkehrsreduktion und zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Aus unserer Sicht sind deshalb Lebensmittel aus der Region die klimafreundlichste, gesündeste und nachhaltigste Ernährung überhaupt.

 

BIO:
Die Spitze der Pyramide ist natürlich das BIO-Produkt. Es wird zwar immer besser und einfacher auch im regionalen Handel BIO-Produkte zu finden, grundsätzlich ist es aber für Jedermann noch eher eine Frage der Kosten, des Vertrauens in die Zertifizierungen sowie des Angebots. Immer mehr Produkte kann man aber bereits in bekannten Handelsketten zu akzeptablen Preisen erwerben und der Bauer ums Eck ist gar nicht so weit weg als man denkt. Die Grundsatzfrage, die man sich aber stellen sollte, lautet, ist es besser oder schon „gut genug“ einfach auf BIO zu achten, oder legt man Wert auf ein BIO-Produkt aus Österreich und der Region? Unserer Ansicht nach geht nichts über den Bezug zur Region!! Es ist ja wirklich nicht nötig Biogemüse oder -obst aus Spanien oder Holland zu essen, wenn es auch in Österreich Saison hat.

Lebensmittel aus biologischem Anbau werden streng kontrolliert und sind eindeutig gekennzeichnet. Beim Einkauf finden Sie auf jedem Bio-Produkt eine Kontrollnummer: AT-N-01-BIO bedeutet zum Beispiel, dass die Kontrollstelle ihren Sitz in Österreich, im Bundesland Niederösterreich, hat. 01 ist die Nummer der Kontrollstelle selbst.

Viele Bioprodukte sind außerdem mit Siegeln gekennzeichnet, die wichtigsten sind: